Fragen zum Kostenvoranschlag

Die Gültigkeit von Kostenvoranschlägen richtet sich hauptsächlich nach dem zahnmedizinischem Befund. Treten hier Änderungen auf (z.B. Zähne müssen mit einbezogen werden oder sind nicht mehr zu erhalten, der Zahnstatus hat sich geändert, Wurzelbehandlungen waren kürzlich nötig etc.), ist eine neue Planung zwingend nötig und damit auch ein neuer Kostenvoranschlag.

Änderungen in den Punktwerten der zahnmedizinischen Leistungen oder der Material- und Laborkosten erfordern manchmal auch ein Update des Kostenvoranschlag, sofern von Ihnen geünscht.

Bei reinen konservierenden oder chirurgischen Maßnahmen wie Füllungen, Wurzelbehandlungen, Zahnextraktionen oder Operationen (Ausnahme: Implantation) ist in der Regel kein Kostenvoranschlag nötig. Wünschen Sie zum Abgleich dennoch eine schriftliche Aufstellung der geplanten Leistungen, so sprechen Sie uns an. Ist dieser von Ihrem Versicherer nicht angefordert, so werden vermutlich die Kosten für diesen Kostenvoranschlag von Ihrer Versicherung nicht erstattet.

Bei Zahnersatz oder Implantation erwarten die meisten Versicherungen im Vorfeld eine Aufstellung der geplanten Behandlung, so dass wir diese Ihnen automatisch überreichen. Dieser Kostenveranschlag gilt auch als Einwilligung zur geplanten Behandlung und muss von Ihnen unterschrieben werden. Ohne schriftliche Einwilligung führen wir keine aufwändigen oder größerer Zahnersatzmaßnahmen oder Implantationen durch. Selbstvertsändlich werden bei Bedarf die einzelnen Leistungen im Gespäch ausführtlich erläutert.

Die Lösung zahnmedizinischer Probleme oder auch die Wiederherstellung des Kauorgans kann aus mehreren Wegen geschehen. Je nach Ausbildungsstand oder Fortbildungsgrad kann dies den allgemienen Erkenntnisstand entsprechen, Leitlinien korrekt sein oder im Gegenteil nur ausreichend wirtschaftlich gehandhabt werden. Dadurch ergibt sich ein verschieden ausgeprägter Aufwand. 

Sie werden von uns so behandelt, wie wir es selbst bei uns tun würden, außer Sie wünschen bewusst eine einfachere Maßnahme, die immer mit geringerer Haltbarkeit, geringerer Erfolgswahrscheinlichkeit oder eingeschränkter Funktionalität bzw. Komfort einhergeht. Nach Aufklärung darüber treffen Sie die Entscheidung. Unterschreitet Ihr Wunsch allerdings den Qualitätsanspruch, den wir ans uns selbst setzen, können wir eine Behandlung nicht durchführen.

Eine Behandlung unterliegt häufig vorhersehbarer zusätzlicher Maßnahmen oder Komplikationen. Diese werden bei uns immer in den Kostenvoranshclag einkalkuliert, so dass am Ende keine unangenehmen Überraschungen auf Sie zukommen. Zum Beispiel ist ein Knochenaufbau in Verbindung mit einer Implantation in der Regel nötig, um dem Implantat langfristig genügen Halt zu ermöglichen. Verzichtet man darauf, ist eventuell mit einem früheren Implantatverlust zu rechnen. Wir rechnen diesen Aufbau stets mit ein und streichen selbstverständlich die Lesitung, wenn wir sie nicht durchführen mussten.

Sie erhalten von uns "Maximalberechnungen", das heißt, wir kalkulieren diese vorhersehbaren Maßnahmen von vorneherein mit ein. Die eigentliche Rechnung wird nur dann höher, wenn völlig nicht vorhersehbare Ereigneisse eingetreten sind. In der Regel aber liegt die Rechnung deutlich unter der Summe im Kostenvoranschlag.

Wir halten dieses Vorgehen für fair anstatt Ihnen eine "schöne" Zahl in der Aufstellung zu präsentieren und bei Rechnungsstellung diese um 25-30% zu überschreiten, was dem gültigem Recht entspräche.

Für Patienten, die gesetzlich versichert sind, ist der nach Aufklärung und Beratung erstellte erste Kostenvoranschlag selbstverständlich Bestandteil unserer Beratung und kostenfrei, sofern es sich um einen Behandlungsplan handelt, der Kassenleistungen beinhaltet. Wünschen Sie weitere Kostenvoranschläge, so werden diese berechntet, allerdings bei Durchführung einer der neu erstellten Behandlungspläne von der Rechnung abgezogen.

Größere Implantatkostenvoranschläge und deren Versorgung erfordern einen deutlich höheren Aufwand für unsere Abrechungskraft und werden mit einer Gebühr versehen, die aber wiederum bei Durchführung der Behandlung in Abzug gebracht wird.

Patienten, die nach GOZ abgerechnet werden (Selbstzahler, privat Versicherte und Beihilfeberechtigte) bekommen eine Rechung für den Kostenvoranschlag nach des gesetzlichen Bestimmungen in der GOZ. Diese ist von den Erstattungsstellen zu erstatten.